Sternenweg

fullsizeoutput_1abbWolfgang Finkbeiner, Siebenaichs Weg zu den Sternen. Münsterschwarzach.
Vier-Türme-Verlag. 2. Aufl. 2015. € 23,70.

Diesmal war es einfach der Titel, das mich nach diesem Buch im Roman-Regal der ARCHE greifen ließ: „Siebenaichs Weg zu den Sternen“ – der Name aber mehr noch das „Weg zu den Sternen“ hat mich irgendwie berührt. Das ziemlich dicke Taschenbuch sei ein „Historischer Pilgerroman“, der in diesem Moment einen potentiellen Leser gefunden hatte. Genau richtig, dachte ich mir, für die ruhigen Zeiten bis Dreikönig… Oft aber kommt es anders als gedacht. Gerade so, wie es dem Ritter mit den schönen Namen ergeht, ergangen ist und ergehen soll. Im Sommer 1417 bricht eine kleine Pilgergruppe von Ulm an der Donau aus, nach Compostela auf. Unterwegs, in Konstanz, stößt der Tiroler Ritter dazu, den unglückliche Liebesgeschichte fortgetrieben hat.

Die Protagonisten haben klare Konturen, das übrige Personal passt die die Zeit. Die Freuden und Leiden einer mittelalterlichen Pilgerschaft hat der Historiker, Lehrer und Autor Wolfgang Finkbeiner kenntnisreich und liebevoll zu einer spannenden (Glaubens)Geschichte verdichtet. Zu den leiblichen und seelischen Beschwernissen der Pilgerei gehört, neben der Schlechtigkeit der Welt und der Hoffnung auf die Güte Gottes, ein Glaubenskonflikt unter den pilgernden Rittern, der vor dem Inquisitionsgericht in Le Puy zur Verhandlung kommt. Wie das alles zusammenkommt und wie es ausgeht und zu einem rechten Ende findet – das eben ist auf 478 Seiten inklusive der interessanten historischen Anmerkungen richtig gut erzählt. Und genau richtig für die Festtage. (Walter Buder)

Der Roman ist in der ARCHE verfügbar.
Reservieren Sie gleich: T +43 5574 48892 oder arche.bregenz@aon.at